Month: April 2007

  • Luang Prabang

    Seit Donnerstag Abend bin ich wie gesagt in Luang Prabang, einer Stadt im Norden von Laos. Die Stadt gilt seit 1995 als UNESCO-Weltkulturerbe, wer die Stadt besucht versteht auch Luang Prabangschnell wieso. Man sieht hier noch sehr viele urspruengliche Gebaeude aus dem 20. Jahrhundert, die durch den Einfluss von der damaligen Kolonialmacht Frankreich gebaut wurden. Und im Gegensatz zu fast ueberall sonst in Asien hat man hier nicht einfach alles abgerissen, sondern man versucht sogar neue Gebaeude in einem aehnlichen Stil zu bauen und die bestehenden zu restaurieren.

    Die Reise nach Luang Prabang war auch ziemlich problemlos, abgesehen von einem kleinen Pneuwechsel gab es keine Schwierigkeiten. Die Landschaft war extrem schoen, die Huegelketten sind endlos und erinnerten mich teilweise etwas an das Tessin, mal abgesehen von der Vegetation :-) Leider waren schoene Waelder auch hier eher die Ausnahme, man sieht fast nur gerodete Teile, die wieder etwas mit Bueschen bewachsen sind. Die machen sich hier die beste Tourismus-Werbung kaputt… Die Strassen sind mit Passstrassen in der Schweiz vergleichbar, sprich man kurft endlos mit einem ziemlich schwachen Bus durch die Gegend, wahrscheinlich waren das nicht mehr als 200 KM Strecke in den acht Stunden Fahrt, immerhin war es bewoelkt und dadurch wesentlich angenehmer (sprich kuehler) als die Reise von Vientienne nach Vang Vieng.

    Die Stadt ist wohl eine der urspruenglichsten in Asien, es laeuft wie generell in Laos alles etwas langsamer ab, kombiniert mit der schoenen Architektur, den freundlichen Menschen und dem Mekong ergibt das hier aber eine sehr speziell schoene Mischung an Gemuetlichkeit. Moenche am Morgen beim Essen sammelnIch habe mich hier auch in einem relativ teuren Hotel einquartiert, 25$ pro Nacht aber dafuer mit Zimmer im Kolonialstil, sehr gemuetlich und direkt am Mekong gelegen. Am Morgen sind wir dann schon um 5:30 aufgestanden, da um 6 Uhr die Moenche von den zahlreichen Wats in ihren orangen Gewaendern durch die Stadt laufen und von den Bewohnern Essen kriegen. Am Schluss der Schlange stehen jeweils auch einige arme Kinder, die hoffen von den Moenchen direkt wieder etwas vom Essen zu kriegen. Eine schoene Art am Morgen zu erwachen, sogar um diese Uhrzeit :)

    Der Nachtmarkt von Luang PrabangAm Abend gibt es in Luang Prabang immer einen grossen Markt in der Hauptstrasse, die dazu fuer den Verkehr gesperrt wird. Dort kann man aus einer riesigen Auswahl alles kaufen, was in den Doerfern der Umgebung hergestellt wird, vorallem viele Textilien, Taschen und Silberschmuck.

    Ich war die Tage in Luang Prabang mit einer relativ grossen Truppe vonLatenight Bowling Leuten aus der ganzen Welt unterwegs. Ich denke das ist ziemlich typisch fuer Laos, wer nicht allein sein will, lernt sehr schnell wirklich gute Leute kennen. Wir sind zwar alle irgendwo anders untergebracht, aber man trifft sich regelmaessig zum Essen. Am Abend landet man frueher oder spaeter im Lao Lao oder im Hive, welches so die beiden In-Bars sind in der Stadt. Um 11:30 schliesst allerdings alles und der einzige Ort wo man noch was kriegt, ist die Bowlingbahn. Die Truppe ist wirklich einmalig, es haben sich fast alle erst mitte letzter Woche kennen gelernt in Laos und die meisten davon reisen alleine oder zu zweit. Trotzdem haben wir uns alle extrem gut verstanden und als aussenstehender koennte man meinen, dass wir uns alle schon lange kennen. Aber wie das beim Reisen so geht teilt man sich danach auch wieder, morgen werden die Meisten entweder nach Hause oder in eine andere Richtung weiter gezogen sein, sich von Leuten zu verabschieden ist definitiv ein Teil des Reisens den man nicht vermeiden kann.

    Folglich vergeht die Zeit also auch hier viel zu schnell, es gibt da wirklich viel zu sehen wie zum Beispiel einen der Besuch bei einem WasserfallWasserfaelle, man kann ein Elefanten-Trekking machen oder einfach mit dem Mountainbike die Gegend erkunden. Den Sonnenuntergang kann man auf dem Phousi anschauen, mit schoener Sicht ueber den Mekong. Daneben hat es den Koenigspalast, viele Wats und natuerlich eben die Elefanten TrekkingStadt selber. Nun bin ich noch am ueberlegen ob ich morgen oder erst am Mittwoch zurueck nach Vientienne fahre. Ich befuerchte ich bleibe hier nochmals einen Tag laenger und relaxe etwas, ist zu gemuetlich da. In Vientienne werde ich dann auch noch zwei Tage haben und dann gehts wieder nach Bangkok. Hier in Luang Prabang habe ich noch Fenia von Bali kennen gelernt, am Samstag wollen wir zusammen etwas Clubbing machen in Bangkok, wir werden wohl im bed supperclub landen und mal wieder etwas abtanzen, sonst komme ich noch aus der Uebung! Und am Sonntag kommt Andre und das halbe Dreamlab in Bangkok an, danach ist Kambodscha angesagt, wo ich sicher Ankor Wat und die Killing Fields anschauen will.

    elephant-closeup.jpgSame SameIch beim Bowlen

  • Surival Tips

    Da mir gerade langweilig ist beginne ich mal eine Liste von Dingen, die ich auf der Reise als sehr praktisch empfunden habe:

    • THERM-A-REST Kissen – kompakt, bequem, und viel besser als den Mist, den man in manchen Bungalows oder Hotels kriegt. War das Geld extrem wert!
    • Seidenschlafsack – weil wenn schon nicht alles frisch ist sollte es wenigstens der eigene Dreck sein :)
    • Firefox Portable auf dem USB Stick – Weil Windows generell sowieso nicht zu ertragen ist (haben all die Internet-Kaffees mal wieder bewiesen) aber man so wenigstens einen halbwegs sicheren Browser bei sich hat. Mit URLs in den Bookmarks kann man auch die Keylogger halbwegs ignorieren…
    • Ein Moleskine Notitzbuch – Weil es cool aussieht und zum Schreiben anregt, bin richtig fleissig.
    • Bleistifte & ein Spitzer – Funktioniert auch bei >40 Grad ohne Probleme. Danke Ody fuer die Ladung VB Bleistifte :)
    • Sonnencreme & Sonnenbrille. Der Ruecken-Arsch Uebergang zeigt, was ich meine :)
    • Hardcore-Mosquitospray. Die Biester sind die Hoelle da…
    • MP3 Player mit grosser HD – Wie sonst kann man mal spontan eine Goa organisieren & seine Fotos von der Digicam backupen. iAudio rocks.
    • Ein gutes Deo…
    • Oropax – Klimaanlage, wobbelnder Fan, Zuggeraeusche, Flugzeuglaerm…

    Und Dinge, die ich besser zu Hause gelassen haette:

    • Ich weiss nicht was ich geraucht habe vor dem Packen aber 12 Paar Socken sind nur leicht zu viel im Sommer in Asien…
    • Frotiertuecher sollte man zu Hause lassen. Wenn man eins mitnimmt, dann nur ein sehr kleines. Die Dinger trocknen schlecht bei der Luftfeuchtigkeit hier, die Baumwolle-Tuecher auf den Maerkten sind guenstig und viel praktischer
    • Parfum macht hier wirklich keinen Sinn
    • Kleider kosten nix in Asien. Kleider kosten nix in Asien. Und jetzt nochmals ueberlegen warum ich trotzdem 4 T-Shirts und diverses anders eingepackt habe.
    • Buecher kann man an jeder Ecke tauschen oder sehr guenstig kaufen. Reisefuehrer ebenfalls und wenn man so reist wie ich, haette ich die auch gleich sein lassen koennen :) Geht auch so, alle Travelers haben irgendwelche Tips auf Lager die in keinem Lonley Planet oder Rough Guide stehen.

    Mehr spaeter, gibt dann noch mal DOs and DON’Ts. Bin jetzt uebrigens in Luang Prabang, einem super schoenen Staedchen weiter im Norden von Laos. Mehr dazu, sobald ich einige Zeit hier war!

  • Vang Vieng

    Laos! Nach einem Tag in Vientienne begann mir das Land schon zu gefallen, die Leute sind sehr nett, das Essen extrem gut und vor allem kriegt man hier echt gute Baguettes, Pizzas und Pasta! Die Franzosen haben da noch einige gute Spuren hinterlassen im Land, haben die damals offenbar alles mitgebracht.

    Am Abend waren wir noch am Mekong und haben noch etwas getrunken, nun habe ich diesen Fluss endlich mal im Real Life (das mit der guten GrafiFranzoesisches Zmorge in Vientienne :)k) gesehen :) Wasser hat es allerdings im Moment nicht sehr viel da noch Sommer ist und es erst so in einem Monat anfangen wird mit Regen. Und damit haette ich so das groesste Problem hier in Laos angesprochen, die Hitze… Mir war zwar klar, dass April nicht so eine gute Idee ist fuer einen Laos Besuch aber das es so heiss wird haette ich nicht gedacht. Ich habe keinen Thermometer gesehen bis jetzt aber das muss irgendwie um >40 Grad sein und das ist mit der Zeit relativ anstrengend. Schlafen mit Aircon ist auf jeden Fall eine gute Idee hier, zum Glueck bin ich nicht minimal Backpacker bezueglich dem Geld…

    Am ersten Nachmittag haben wir noch etwas die Gegend um Vientienne angeschaut, inklusive Buddha Park. Figuren im Buddha Park (was haben die geraucht?)Danach gings mit dem Bus 4 Stunden (extrem langsam) durch die Pampa, bis wir in Vang Vieng angekommen sind. Auf dem Weg sah ich wieder riesige Flaechen von Wald, die komplett abgeholzt worden sind. Das Ausmass hier ist noch viel groesser als in Thailand, alles was irgendwie nach grossem Baum aussieht wird gefaellt, danach wird alles zerhackt und abgebrannt. Uebrig bleiben danach haessliche orange Huegel und verbranntes Holz. Ein grosser Teil wird wohl fuer Reisfelder und sonstige Plantagen verwendet werden, aber ich habe den Eindruck es geht auch einfach darum das Holz zu verkaufen, was danach passiert scheint egal zu sein. Aber eben, auch hier leben die Leute unter einfachsten Bedingungen, wie man den Doerfern entnehmen kann. Der groesste Witz sind definitif die Schilder die rumstehen wo irgendwas von Aufforstung draufsteht, 200 Meter weiter brennen dann die Reste von einem neu gerodeten Stueck Wald…

    Nun bin ich also in Vang Vieng, was als das Backpacker Mekka gilt in Laos. Das heisst es hat tonnenweise Restaurants & billige Guesthouses und sehr viele junge Leute, zum groessten Teil wohl Englaender, Australier und Kanadier, aber auch Mexikaner und noch andere Europaer. Richtigerweise muesste ich bei jedem Wort ein ‘innen’ anhaengen, hier hat es definitiv mehr Frauen als Maenner und die meisten findet man jeweils auf dem Fluss am ‘Tuben’, sprich man sitzt auf einem aufgeblasenen Schlauch und laesst sich einige Stunden den Fluss runter treiben. Das Dorf badet sich jeden Abend am FlussDas wird natuerlich von diversen Bar-Besuchen unterbrochen und von nicht ganz Suva-tauglichen Konstruktionen um ins Wasser zu springen. Anders formuliert, man steht am spaeten Vormittag auf, geht was essen, danach gehts zum Tuben und spaetestens ab 14.00 Uhr ist man ziemlich betrunken auf dem Fluss und in den Bars am rumhaengen und Volleyball spielen. Natuerlich zeigen alle was sie haben und bewegen sich zu schlechter Musik auf noch viel schlechtern Boxen, immerhin was fuers Auge ;)

    Hier bleiben wir jetzt so ein paar Tage, danach habe ich Ibizza wohl gesehen und wir werden weiter in Richtung Norden fahren. Ah uebrigens Laos bringt das Kunststueck fertig ein Bier zu brauen, das sogar ich trinken kann! Ich weiss nicht obs an den Ferien, der Umgebung, der Hitze oder an sonstwas liegt aber das Ding ist ziemlich geniessbar fuer ein Bier :) Ah und wie ihr gemerkt habt ist das Internet hier ziemlich brauchbar, weiss nicht was die anderen Traveler so fuer Probleme hatten.

    Zum Abschluss noch einige weiter Bilder:

    Essen & Filme schauen, Backpacker totalBeer Lao am AbendMenuekarten, happy everything :)

    Chillout am AbendSonnenuntergang in Vang Vieng

  • Laos

    Nach 12 Stunden Zugfahrt, bin ich heute Morgen an der Grenze zu Laos angekommen. Thailand zu verlassen war ziemlich einfach, danach in Laos rein zu kommen relativ muehsam. Aber 36$, diverse Stempel und sonstige komischen Gebuehren spaeter war ich in Laos. Und wie gedacht lernt man in diesem Chaos relativ einfach Leute kennen, mit denen man danach zum Beispiel ein Tuktuk teilt. Die Fahrt nach Vientienne war relativ anstrengend, gab mehr Schlagloecher als sonst was und das gute Tuktuk war dem Ueberhitzungstod nahe. Ich wollte eigentlich ein Aircon Minibus nehmen aber blonde Schwedinnen machen auch ein Tuktuk ertraeglich :-D

    Nun sind wir zu viert (noch mit einem Englaender) in einem recht guten Hotel gelandet und konnten nach der Reise endlich duschen, war selten so erfrischend. Vietienne ist im Vergleich mit Bangkok extrem ruhig und noch nicht ansatzsweise so touristisch, wie Thailand es heute ist. Was ich genau machen werde weiss ich noch nicht, mal schauen auf was ich morgen Lust habe, eventuell reise ich mit der Crew hier weiter in den Norden um diverse Dinge in den Waeldern anzuschauen. Luang Prabang ist sicher auch ein Ort, den ich besuchen will!

    Bis dene!

  • Back in Bangkok & Powershopping

    So wie versprochen noch die Details zu den letzten Tagen auf Koh Chang, war ja wieder einiges los. Am Freitag Abend war ich noch mit einigen von Aladdin essen, da Katja (Divemaster bei Aladdin) ihren 30. Geburtstag gefeiert hat. Wir waren ganz am unteren Ende der Insel bei Mamas, die macht dort auch lustige Improvisationen wie ein Cordonbleu, was man hier sonst eher weniger sieht und das deshalb natuerlich sehr gut geschmeckt hat. Ausserdem kriegt man dort Caipirinhas in 5 dl Glaesern, was endlich mal eine Abwechslung zu diesem SangSom Zeugs war. Frank & Sophie von AladdinLeider ging der Alkohol relativ schnell aus und Bier trinke ich ja immer noch nicht, war also nichts mit abstuerzen :) Tags darauf war dann Nattys Geburtstag, was ungefaehr aehnlich gefeiert wurde, Natty hat allerdings immer einen leichten Hang zum uebertreiben und somit ging es uns allen ziemlich gut an diesem Abend…

    Tags darauf war leider schon Montag und folglich unsere letzte Nacht auf Koh Chang. Der Abend begann wie immer, gut essen bei Ell, etwas trinken und gemuetlich zusammensitzen. Die drei aus Wales waren leider schon weg, aber Matthiew aus London, Andrea aus Italien und ein weiterer Italiener der in Belgien wohnt waren noch dabei. Wie immer lief an dem Abend Musik von uns und irgendwie gegen Mitternacht meint Matthiew etwas von dieser Track waere gut zum Heiraten. Charlette meinte danach ihr Track mit Natty ware ein anderer, begann ihn zu spielen und somit war dann die Idee geboren, an diesem Abend noch eine Hochzeit durchzufuehren. Nach kurzer Improvisation uebernahm Matthiew souveraen den Part des Masters of Ceremony und Charlette & Natty gaben sich somit quasi das Ja-Wort am Strand von Koh Chang. Meine Meinung zum Thema Hochzeit ist ja allgemein bekannt, also nahm ich das zuerst nicht ganz so ernst, fuer die beiden war aber wirklich klar, dass dies quasi ihre Hochzeit gewesen ist. Der Abend fing somit natuerlich erst an, ich fand noch ein Twix alsHochzeit mal anders Hochzeitstorte (Schokolade auf Koh Chang ist extrem selten :) und Charlette huepfte beim Essen davon nur mit einem riesen Smile rum und meinte It is true, chocolate can be orgasmic! Nachdem sie uns um halb zwei den Generator abgestellt haben verlagerten wir uns dann zu unseren Bungalows und zelebrierten somit noch unseren gemeinsamen Abschluss, bis wir dann wirklich alle ziemlich hin waren und schlafen gingen.

    Das war also der definitive Abschluss von Koh Chang. Nun war ich sechs Wochen auf einer Insel, wo ich zuerst mal dachte maximal zwei Wochen zu verbringen… aber ich war nicht der Erste und werde nicht der Letzte sein, dem es auf Koh Chang so geht denke ich. Ich habe aber in dieser Zeit extrem coole Leute kennen gelernt und mit Natty und Charlette auch zwei von denen ich sicher bin, sie in der Zukunft trotz der grossen Distanz wieder zu sehen. Wir wollen uns gegenseitig besuchen und zusammen in unseren jeweiligen Laendern (Kanada in diesem Fall) abfeiern. Pee und ich werden Natty wohl auch mal im Chessu auflegen lassen so wie ich das sehe :) Rueckwirkend wuerde ich sagen Koh Chang hat nur einen Fehler: Es gab zu wenig Frauen! Wir haben zwar sehr nette Maedels kennen gelernt, leider gingen die aber kurz darauf nach Hause oder man stellt dann nach einigen Tagen fest, dass der Typ der ihr jetzt gerade an den Hintern langt ohne eine aufs Maul zu kriegen wahrscheinlich ihr Freund ist. Irgendwie haben Frauen bei mir eine Tendenz, solche Details bei Gespraechen geschickt zu vergessen. Dazu gibts dann mal einen separaten Blog-Eintrag wenn ich genug frustriert bin ;)

    Anyway unterdessen bin ich in Bankgok und von einem Frauen-Mangel kann man hier ja nun wirklich nicht sprechen. Die Stadt hat wie immer 1000 Gesichter, vor 6 Wochen wollte ich so schnell wie moeglich raus, ich war noch absolut nicht Bangkok tauglich. Gestern Morgen kamen wir nach 9 Stunden VIP Bus mit zuwenig Platz an, kurz im Hotel eingecheckt und danach mal Kaosan am Morgen angeschaut. Es gibt hier Strassen, die sehen am Morgen, am Nachmittag und am Abend komplett anders aus, mal leer, mal voller Essen und Shopping und am Abend halbe Strassenrestaurants. Nachdem ich dann halbwegs wach war hat mich die Stadt dieses Mal voll gepackt. Pee und ich waren kurz in einem Tempel in Chinatown, danach gab uns ein Lehrer aus Bangkok den Tip nach Patpong zu gehen zum Shoppen. Haben wir dann auch gemacht, ich habe keine Ahnung was wir alles gekauft haben aber es war also echt viel :-) Mit dem Geld haben wir uns nicht schlecht geschlagen, Preise von 550 Bath bringen wir unterdessen auf jeden Fall ohne groessere Probleme auf 150-200 Bath runter, so kann man mehr T-Shirts kaufen :) BTW Hugi, was magst Du genau fuer T-Shirts? Hat super schoene Goa-like T-Shirts aber ich glaub damit laeufst Du nicht rum :)

    Am Abend waren wir dann nochmals in Kaosan Road und haben die Strasse etwas auf uns wirken lassen, wenn man es so beobachtet kann es ziemlich lustig sein :) Hier findet man natuerlich alles, ob gut oder schlecht. Knapp angezogene Maedchen, Ladyboys, alles was man irgendwie essen kann (inklusive Insekten & Maden), Kleider, Filme & Musik, Alkohol in rauhen Mengen und so weiter. Die Jungs sind uebrigens echt klever, Filme & Musik kann man sich nun direkt auf die MP3 Player kopieren lassen, das nenne ich doch mal ein forgeschrittenes Business-Modell! Die beste Szene soweit kam aber definitiv von den beiden Mormonen gestern. Der eine, ein ziemlich gut ernaehrtes Exemplar, versuchte lautstark mit der Bibel in der Hand seine Botschaft zu verkuenden und die Suenden aus Kaosan Road und der Welt zu vertreiben. Es gibt also noch echte Optimisten auf der Welt!

    Bei mir geht es nun in einigen Stunden weiter, ich nehme heute Abend einen Nachtzug von Bangkok nach Nong Khai, an die Grenze zu Laos. Dort gehts dann per Friendship Bridge rueber nach Laos und dann per Bus nach Vietienne. Fuer die 12 Stunden Fahrt habe ich mir ein Ticket 1. Klasse im Nachtzug gegoennt, mit einer Zweier-Kabine. Kostet mich pro Strecke nur rund 40 Fr , sowas kann man sich ja mal leisten :) In Laos werde ich knapp zwei Wochen verbringen, am 5. Mai gehts zurueck nach Bangkok und dann kommt ja schon Andre & co an. Pee geht am Freitag ebenfalls weiter, naemlich zurueck in diePee & Me Schweiz, nach 3.5 Monaten Koh Chang & Ranong. Bei dieser Gelegenheit moechte ich mich noch bei Dir bedanken Pee, Koh Chang war ein echter Glueckstreffer! Sowas haette ich sicher nie so gefunden und die sechs Wochen dort waren wirklich einmalig! Merci & ich freu mich auf die Pump Up The Volume Party im Chessu im November mit Dir :)

    So gaebe natuerlich noch mehr aus Bangkok zu erzaehlen aber ich bin etwas tot vom Shoppen :) Wie ich in Laos online sein werde kann ich noch nicht sagen, ich habe gehoert die Internet-Verbindungen dort seien jeweils etwas labil… aber in zwei Wochen bin ich spaetestens wieder online aus Bangkok. Bis dann :)

  • Back to Bangkok

    So gestern Abend hatten wir unsere letzte Nacht auf Koh Chang, nun geht es heute Abend mit dem Nachtbus nach Bangkok, wo ich voraussichtlich bis am Freitag bleiben werde. Mehr Details gibts dann von Bangkok aus, bin noch etwas geschlaucht von einer Spontanhochzeit gestern Nacht :)

    Ich habe noch mit Schrecken festgestellt, dass ich nun schon die haelfte meiner Ferien durch habe, ging irgendwie alles viel zu schnell! Aber das ist wohl das Leben… also wie gesagt mehr News von Bangkok spaeter diese Woche!

  • Ich lebe noch :)

    So nun schreibe ich diesen Blog-Eintrag schon zum dritten Mal, irgendwie habe ich kein Glueck mit WordPress im Moment… Merke: Mit schlechten Internet Verbindungen sollte man den Text am besten in einem Text-Editor schreiben und danach in WordPress online nur noch die Formatierung machen. Genau das mache ich jetzt, ich sitze gerade auf meiner Veranda beim Bungalow und schreibe den Artikel auf Nattys iBook.

    Zurueck zum Thema, ist ja laenger her, das ich einen Eintrag geschrieben habe. Nach dem letzten Eintrag gingen wir nochmals zurueck in unsere Anlage auf Goa fuer den NachwuchsKoh Chang, nach Bang Suang Chang. Dort waren wir nochmals einige Tage am die absolute Ruhe geniessen und mit den Burma-Kids am spielen. Der Empfang der Kids war wieder super, als ich am Strand ankam und ihnen zugewunken habe, rannten sie mir mit offenen Armen entgegen. Die folgenden Tage haben wir nochmals wie Koenige gelebt, gut gegrillt, viel gegessen und mit den Kids Goa gehoert und gespielt.

    An einem Abend entschlossen wir dann trotz allem die Goa Party zu machen, auch wenn es nur fuer uns sei. Allerdings hatten wir nur noch zwei Tage Zeit, wurde also alles etwas knapp. Aber Improvisieren ist alles, innerhalb der zwei Tage hatten wir Lautsprecher und Verstaerker und Mongo, die gute Seele bei unserem Ressort, hat uns noch Strom am richtigen Ort installiert. Der Dancefloor war natuerlich der Strand, Chillout-Ecke hatten wir ebenfalls. Danach wurden noch die anderen Ressorts informiert und die Leute eingeladen, Motto war einfach bring your own everything, da nicht viel Essen oder Getraenke bei uns hatten. Am Sonntag dem 1. April war es dann soweit, die Party konnte starten. Wir hatten genug Diesel fuer die ganze Nacht (fuer den Generator), einige Getraenke und genug SangSom ( Whisky-Aehnlich, raeumt einem wohl jedesmal ein paar Hirnzellen ab, so wie der schmeckt). Mit der Anlage, Diesel und den Getraenken hat uns die Party rund 1500 Bath gekostet, keine 50Fr, mit Abstand die guenstigste Party, die ich je organisiert habe :)

    Boxen fuer die Party :)Unser Bungalow bei Bang Sang ChangMr. Mo, der Vater von drei Kids (links)

    Kurz nach Sonnenuntergang kam ein Boot voll Thais bei uns an den Strand, die haben wohl die Musik gehoert und folglich gleich mitgemacht, allerdings nicht ohne tonnenweise Muscheln beizusteuern, die sie auf dem Longtail Boot hatten. Die Burmesen uebernahmen darauf gleich das Kochen der Muscheln und somit hatten alle noch super frische Muscheln zum Essen. Natty war in der Zwischenzeit am Auflegen, er machte einige Stunden ein Minimal Techno/Tekhouse Set auf seinem Laptop mit Ableton Live. Spaeter kamen dann noch einige von anderen Bungalows und wir mussten schon mehr Alkohol auftreiben, da erst Mitternacht war uns alles schon weg war. Pee hat sich dieser Aufgabe angenommen, waehrend ich mal ein Goa-Set aufgelegt habe, ebenfalls ueber Ableton Live. So MP3 Player sind wirklich eine gute Sache zum Improvisieren :) Als wir dann alle nicht mehr wirklich faehig waren aufzulegen haben wir mal auf DJ-Sets gewechselt.

    Rumhangen an der GoaNatty beim SoundenDie Burma-Kids

    Us :)So ging die Nacht dann viel zu schnell vorueber, auf Details gehe ich besser nicht ein online, es war aber wirklich super lustig, einige haben das mit dem everything ziemlich woertlich genommen ;) Am Morgen waren wir alle erschoepft aber sichtlich zufrieden, Pee und ich waren natuerlich auch ziemlich stolz, dass wir die Fullmoon-Party bei uns so durchziehen konnten. Irgendwann um 10 Uhr waren dann die letzten Besucher weg und Pee und ich machten uns daran den Ressort aufzuraeumen, es war ja unser letzter Tag an unserem Strand. Am Nachmittag hatten wir dann alles zusammen gepackt, nun hiess es Abschied nehmen. Das war nicht einfach nach so einer guten Zeit mit den Burmesen und den Kindern an unserem kleinen Beach, musste aber sein. Die Burmesen fanden es auch sehr schade und wollten wissen, wann wir denn wieder kommen werden. Sie haben uns versprochen, ein Fest mit viel Essen zu machen wenn wir wieder zurueck kommen, sowas hoert man doch gerne! Bei dieser Gelegenheit moechte ich gleich mal meine Arbeitgeber warnen, ich glaub ich mache sowas in Zukunft wieder :)

    Die Ueberlebenden am MorgenStimmung am letzten TagBye Bye Bang Suang Chang

    Danach haben wir uns an den Long Beach verlagert, fuer mich hiess es danach Tauchen auf der Flying Carpet mit Aladdin Dive Safari. Der erste Tauchgang war beim Richelieu Rock, laut Guides einer der besten Tauchplaetze weltweit. Da musste ich dann den Unterschied zwischen Theorie und Praxis lernen, so im Pool zu tauchen ist irgendwie nicht ganz dasselbe, wie wenn man an einem Boienseil mal ins Blaue runtertauchen muss… aber nach einem kurzen Durchatmen an der Oberflaeche hat auch das geklappt und ich konnte meinen ersten Tauchgang von 60 Minuten geniessen. Was ich die folgenden Tage erleben konnte war unglaublich. In den insgesammt 12 Tauchgaengen sah ich eine Fuelle von Fischen, Korallen, Pflanzen, Granitformationen, Hoelen und vieles mehr.

    Ein Teil unserer TauchgruppeEine Schildkroete beim BootMantas - What else :)

    Ein Hoehepunkt waren sicher die Mantas, welche bei Koh Bon in grossen Mengen vertreten waren. Wir konnten teilweise 30 Minuten lang einfach an einer Stelle in der Stroemung schweben und um uns waren 5 Meter grosse Mantas am rumcruisen. Macht schon ziemlich Eindruck, wenn so ein Teil 50 cm ueber einem hinwegschwebt! Beim Richelieu Rock fanden wir auf 27 Meter noch Seepferdchen und zwei Pipefish-Dinger, keine Ahnung wie die auf deutsch heissen. Sehen ziemlich abstrakt aus die Guten… An einem anderen Platz konnten wir einer Schildkroete beim Essen von Korallen zuschauen oder einen Octopuss beim Tarnen beobachten (sieht klasse aus). Einzig den Walhai habe ich nicht gesehen, da ich noch die Open Water Pruefung machen musste war ich bei dem Tauchgang etwas weiter links als der Walhai, aber man kann ja nicht gleich alles erwarten :) Die anderen Taucher mit viel mehr Tauchgaengen meinten alle, ich sei nun fuer den Rest des Lebens verdorben mit dem, was ich in 12 Tauchgaengen sehen konnte. Offenbar waren die vier Tage selbst fuer diese Region in Bezug auf Sicht und Sichtungen aussergewoehnlich gut! Und weil es so viel Spass gemacht hat, habe ich nach dem Open Water gleilch noch den Advanced Open Water Kurs gemacht, so kann ich bis 30 Meter tauchen, was sich da definitiv gelohnt hat. Tja auch diese Zeit ging viel zu schnell vorbei, das Boot, die Crew, die Tauchgaenge und die anderen Taucher waren alle super, ich habe die Zeit sehr genossen und ueberlege mir nun schon, wann ich den naechsten Trip mit ihnen machen kann um die Burma Bays zu betauchen. Mal schauen :)

    Die Flying CarpetUnsere Frauen auf dem BootSonnenuntergang auf Koh Bon

    Nun bin ich also schon fast wieder eine Woche auf Koh Chang am Long Beach, die Tage bestehen momentan aus schlafen, essen, lesen, Musik hoeren, essen, baden, essen, diskutieren, essen… maechtig anstrengend also ;) Es hat noch erstaunlich viele Leute hier, die Zeit verbringe ich momentan in erster Linie mit Englaendern, Kanadier oder Amerikaner. Alles sehr lustige Leute mit vielen Erzaehlungen von Trips um die ganze Welt, der Drogenkonsum bei Travelers in Asien scheint uebrigens ueberdurchschnittlich hoch zu sein, da hoert man Geschichten… Daneben lese ich wirklich sehr viel, im Moment brauche ich so rund einen Tag pro Buch und ich weiss schon gar nicht mehr, was ich noch lesen soll. Nach dem Tauchen habe ich noch die Biografie von Jim Morrison gekriegt und die gelesen, begleitet von The Doors, die ich noch auf den Player kopiert habe zu Hause. Etwas weiterbilden schadet ja auch nicht. Out here we is stoned…

    Too much of everything :) Das ist die Kanada-FraktionNatty & Charlet

    Daneben ueberlege ich mir wie ich meinen Zwei-Phasen-Plan umsetzen kann, um mehr Zeit mit Reisen zu verbringen, gefaellt mir schon extrem gut muss ich nach einem Drittel der Zeit hier klar sagen. Daneben habe ich begonnen eine things to do before I die-Liste zu fuehren und gleich ne hervorragende Idee dafuer vergessen, bevor ich es aufschreiben konnte. So geht das…

    Ich habe uebrigens beschlossen nach der Reise nicht ins Kloster zu gehen, ich gehe besser noch mehr reisen in Zukunft, macht mehr Spass! Vielleicht nehmen das einige meiner weiblichen Kolleginnen als gute Nachricht auf ;)

    So und da der Artikel schon wieder viel zu lang ist lass ich es fuer den Moment sein. Naechsten Dienstag fahren wir nach Bangkok, Pee geht danach nach Hause und ich mach mich mal auf den Weg nach Laos, wo ich dann wohl zwei Wochen verbringen werde, bis Andre & co hier auftauchen. Danach habe ich noch Cambodia & Vietnam in Planung, gefolgt von einer Chill-Out-Woche mit Los Lynxos irgendwo auf einer Insel an der Ostkueste von Thailand, mal schauen…